Biografisches Schreiben für Frauen 50+ – die eigene Geschichte erzählen

Als freie Journalistin habe ich vor allem über Menschen geschrieben. In schwieriger Zeit auch über mich. Heute brenne ich dafür, Frauen ab 50 das kreative, biografische Schreiben nahezubringen.

Entdecke beim biografischen Schreiben mehr Geschichten hinter Familienfotos: beleuchte dein Leben aus einem neuen, feministischen Blickwinkel.

Susanne Berg lehnt an einem Baum und hält ein Notizbuch, freundlich lächelnd.

Für Frauen*, die …

  • schon lange schreiben oder endlich anfangen möchten – und merken, dass sie mehr als Schreibtechniken suchen
  • viel erlebt haben und nicht wissen, welche Geschichte sie daraus entwickeln wollen
  • viele Erinnerungen, Themen und Fragmente haben, aber noch keine klare Linie darin erkennen
  • sich fragen, warum sie bestimmte Entscheidungen getroffen haben
  • ihr Leben heute mit anderen Augen betrachten als noch vor zehn, zwanzig oder dreißig Jahren
  • verstehen möchten, wie persönliche Entscheidungen und gesellschaftliche Bedingungen zusammenwirken
  • ihre eigene Geschichte erzählen wollen, ohne sie auf eine einfache Heldinnen- oder Opergeschichte zu reduzieren
  • neugierig darauf sind, was sie beim Schreiben zutage fördern, das sie bisher nicht gesehen haben 

Was davon war eigentlich meins?

Wir erzählen uns unser Leben rückblickend oft so, als hätten wir uns – meistens – frei entschieden: Für unsere Ausbildungen, Partner*innen, Familiengründung, Wohnungswechsel und weitere Lebenswege.

Aber so einfach ist es selten.

Wir haben Entscheidungen getroffen, uns angepasst, widersetzt, Verantwortung übernommen. Wir haben Chancen ergriffen und manche verpasst. Manche sehr bewusst, manche, weil wir für uns keine Alternative gesehen haben.

Gleichzeitig sind wir in bestimmte Vorstellungen davon hineingewachsen, wie eine Frau* zu sein, was sie leisten, aushalten, wollen oder können sollte. Die Forschung zeigt klar, wie sehr wir alle Muster und Bilder im Kopf haben, die uns unbewusst prägen. 

Dazu kommt, wie wir aufgewachsen sind, welche familiären Vorbilder wir hatten. Welche Wiederholungen sich oft über mehrere Generationen zeigen.

Beim biografischen Schreiben können wir genauer hinsehen: Was war deine Entscheidung? Was wurde von dir erwartet? Welche Möglichkeiten hattest du damals überhaupt? Was hat dich geprägt? Und wo hast du deinen eigenen Weg gefunden?

Es geht nicht darum, die Verantwortung für das eigene Leben abzugeben. Im Gegenteil:
Wenn wir besser verstehen, unter welchen Bedingungen wir gelebt und entschieden haben, können wir unsere eigene Geschichte differenzierter erzählen.

Wie möchtest du mit deiner Geschichte arbeiten?

Gruppe von Frauen beim gemeinsamen biografischen Schreiben – Workshop für kreatives und persönliches Schreiben

Du möchtest deine Lebensgeschichte neu betrachten?

 

„Was davon war eigentlich meins?“

– Gruppenkurs –

Für Frauen 50+, die nicht nur Erinnerungen sammeln, sondern auch herausfinden möchten, wie sie ihre Geschichte heute neu erzählen wollen.

Hand schreibt mit Feder im Notizbuch – Biografisches Schreiben Workshop

Du möchtest allein mit biografischem Schreiben beginnen?

 

„Schreib dein Leben neu!“

– Selbstlernkurs –

Du schreibst über deine Herkunft, reflektierst dein heutiges Leben und ziehst daraus wertvolle Schlüsse für dein Leben ab jetzt, das zu dir und deinen Werten passt.

Haende tippen auf einem Laptop - Text und Lektorat bei Susanne Berg

Du hast bereits Texte und möchtest sie weiterentwickeln?

 

„Bewahren und Weitergeben“

– Lektorat –

Für Frauen, die bereits biografische Texte geschrieben haben und Unterstützung bei Struktur, Sprache und Überarbeitung suchen. Als Text für sich selbst oder Familie.

Meine Werte

Ich bin unglaublich neugierig auf Menschen. Ich möchte verstehen. Und mit viel menschlicher Wärme begleiten. Das ist mir in Texten wichtig und im persönlichen Kontakt; Respekt und Neugier. 

Mich interessiert, was sichtbar wird, wenn wir persönliche Erfahrungen nicht isoliert betrachten, sondern in ihrem gesellschaftlichen Zusammenhang. Auf den Punkt bringt es die alte Parole: „Das Private ist politisch!“ 

Das Wissen darum, wie patriarchale Muster, Rollenbilder und gesellschaftliche Erwartungen unsere Lebenswege geprägt haben, kann einen anderen Blick auf die eigene Biografie ermöglichen.

Dabei geht es mir nicht darum, Frauen* ihre Entscheidungen abzunehmen oder ihnen eine bestimmte Interpretation ihres Lebens vorzuschreiben. 

Es geht um mehr Genauigkeit.

Um die Möglichkeit, gleichzeitig zu sehen: Was haben wir selbst entschieden? Was hat uns geprägt? Welche Möglichkeiten hatten wir? Wo haben wir uns angepasst und wo Widerstand geleistet? Wo schauen wir heute anders auf unser früheres Leben?

 

Meine Methode

Du kannst deine Geschichte nicht nur neu erzählen. Du kannst sie befragen.

 

  • 1. Erinnern:
    Wir beginnen mit einer konkreten Situation, einer Erinnerung, einem Bild, einem Konflikt oder einer Frage. 
  • 2. Befragen:
    Was ist damals eigentlich passiert? Wie habe ich es erlebt? Was habe ich gedacht und gefühlt?
  • 3. Einordnen:
    Welche persönlichen Wünsche und Entscheidungen spielten eine Rolle? Und welche Erwartungen, Rollenbilder und gesellschaftliche Bedingungen wirkten gleichzeitig?
  • 4. Schreiben:
    Aus der Reflexion entsteht ein konkreter biografischer Text.
  • 5. Perspektive wechseln:
    Was weiß ich heute, was ich damals noch nicht wissen konnte?
  • 6. Neu erzählen:
    Welche Geschichte möchte ich heute über diese Erfahrung erzählen?
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Was ich glaube

  • Der feministisch geschulte, kritische Blick und Lebensfreude gehen wunderbar zusammen.
  • Vielfalt, Demokratie und Wissenschaft halte ich neben Liebe für überlebenswichtig.
  • Mut zu Zärtlichkeit und echten Gefühlen, bei Menschen und in Texten!
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Du entdeckst die Vielfalt kreativer Schreibtricks wie Clustern, Sprungbrett, Rondell, Erinnerungsarbeit.

Du lernst inspirierende, teils unbekanntere, Dichterinnen und Schriftstellerinnen kennen.

Du gewinnst ganz neue Sichtweisen auf dein Leben als Frau*und weibliche Lebensläufe.

 

Schreiben …

lässt dich genauer hinschauen, die treffenderen Worte finden und intensiver spüren.

Schreiben …

bewahrt Geschichte(n), fördert Verborgenes zutage und würdigt die Fülle deines Lebens.

Schreiben …

mit der Hand nutzt viele Gehirnareale und macht uns deshalb kreativer und schlauer.

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Über mich

Poesie und viel Herzenswärme habe ich von meiner Mutter mitbekommen. Aber auch viel ungelebtes Leben. Deshalb will ich beim Schreiben über meine Geschichte vor allem verstehen, was sie und die anderen Frauen der Familie angetrieben; und was sie gebremst hat.

Ich möchte mehr von Frauen* und weiblichen Sichtweisen in dieser Welt hören und lesen. Sie machen diese Welt zu einem besseren Ort.

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