Susanne greift lachend zu ihrem Stapel Bücher neben sich auf dem Boden - Funfacts eben

Fun Facts über mich – vom Traktorführerschein bis Gesangsauftritt mit Zahnbürste

22. April 2024

Ja tatsächlich, wenn ich so über meine Jahrzehnte schaue, kommen schon ein paar originelle, komische, eigenwillige Situationen zusammen, die ich erlebt habe. Viele sind lustig, manche auch ernsterer Natur. In jedem Fall individuell. Hier kommen einige Funfacts, entspannt geordnet und angeregt durch Judith Peters (sympatexter) genialen #Rapid Blog:

 

  1. Geboren bin ich in Weimar. Und habe eine Schwäche für Goethe. Oder hatte. Denn irgendwie war er auch ein ziemlicher Chauvie!
  2. Meine Lieblingsfächer in der Schule waren Deutsch und Musik.
  3. Sämtliche Lektüre, die wir in der Schule lesen sollten, habe ich schon in den Ferien ausgelesen, bevor überhaupt die Schule wieder angefangen hat.
  4. Ich habe den theoretischen Teil des Traktorführerscheins absolviert – war einfach so bei uns in der 9. Klasse meiner 10-klassigen Oberschule in der DDR.
  5. Als Studentin habe ich eine Weihnachtsfeier mitten im Juli erlebt; die Wirtsleute unserer Stammkneipe in Zwickau hatten keine eigenen Kinder und haben sie für uns Studierenden organisiert, weil wir Weihnachten ja immer zu Hause waren. Da wurde also ein Stollen gebacken, der geschmückte Weihnachtsbaum stand am Eingang und wir haben Wichtelpäckchen verschenkt. Durch die Innenstadt fuhr auch einer von unseren Freunden vom Theater als Weihnachtsmann verkleidet. Man stelle sich die Reaktionen der Leute vor. Vor allem ein paar Kinder waren leicht verstört…
  6. Vor ein paar Jahren habe ich mit Schlafanzug und Zahnbürste im Mund auf der Bühne gestanden und gesungen – mit meinem Philharmonischen Chor Nürnberg in Bayreuth. Das funktioniert tatsächlich besser als gedacht.
  7. Bei einem Hörspielprojekt von Freunden habe ich eine Urwaldfrau gesprochen, im Hörspiel „Der Doktor und die Weiße Frau“.
  8. Im Schulchor habe ich einen Gassenjungen gespielt und gesungen, in der Oper Carmen am Opernhaus in Erfurt.
  9. Vor einigen Jahren habe ich mit Yoga angefangen, obwohl ich es zuerst fast gehasst habe und nie und nimmer im Schneidersitz sitzen konnte, weil mir immer die Beine einschliefen.
  10. Eine zeitlang habe ich mir regelmäßig selbst Guten Morgen gesagt im Bad.
  11. Schon als Kind habe ich Burgen, Schlösser und Museen geliebt.
  12. Auch als Kind schon habe ich gerne aufgeräumt.
  13. Ich liebe auch noch als Erwachsene Kinderbücher. Manche werden auch extra so geschrieben, dass sie auch immer ein wenig für Eltern und Erwachsene generell bereithalten.
  14. Als Kind habe ich öfter gerne Weinbrandbohnen gefuttert und Eierlikör genascht.
  15. Beim Studentenfasching in Zwickau habe ich auch mal auf den Tischen getanzt. Dabei bin ich eigentlich schüchtern. Gewesen.
  16. Ich gebe es zu: ich liebe Toast Hawaii!
  17. Ich höre viel unterschiedliche Musik gern; von Chancons, Nana Mouskouri über ABBA, Udo Lindenberg, DDR-Popmusik, Madonna bis HipHop, am liebsten französischen und französisch-maghrebinischen wie von „Nekfeu“ oder „Sch“.
  18. Meinem ersten Wellensittich habe ich das Sprechen beigebracht, er konnte seinen Namen und die Adresse sagen. Da es aber nicht artgerecht ist, einen Wellensittich allein zu halten, hat er bald einen Kumpel dazu bekommen, dann sprechen sie in der Regel nicht mehr. Aber Fußball hat er gerne mitgeschaut und dann immer auf der Schulter gesessen und am Ohr geknabbert.
  19. Obdachlose Menschen haben schon immer tiefes Mitgefühl bei mir erzeugt. Ich finde es unsäglich, dass in so einem reichen Land wie Deutschland Menschen keine Bleibe haben. Jedenfalls habe ich während meines Praktikums im Studium im Gong-Verlag einem obdachlosen Menschen regelmäßig ein Frühstück mitgebracht. Und ich kaufe seit der ersten Nummer immer wieder ein Exemplar der Nürnberger Obdachlosenzeitschrift Straßenkreuzer, weil ich die gut und wichtig finde.
  20. Ich kann gar nicht gut Radfahren, da bin ich grottenschlecht drin. Geht schon beim Aufsteigen los; das Rad muss stehen, STEHEN, dann bemühe ich das eine Bein auf die andere Seite.
  21. Dafür kann ich aus dem Stand beim Herunterbeugen die flache Hand auf den Boden legen. Jedenfalls meistens.
  22. Ich bin wahnsinnig wissbegierig und ein Weiterbildungsjunkie, ich liebe Kurse, Workshops, Seminare…
  23. Mein SUP (Stapel ungelesener Bücher) liegt auf dem Nachtisch neben einem Stapel von etwa fünf Büchern, in denen ich parallel lese.
  24. Ständig habe ich zig Tabs offen, sowohl am Rechner als auch im Handy, weil ich überall noch nachlesen, recherchieren, bestellen will.
  25. Ich bin Ästhetin und habe eine Vorliebe für schöne Servietten.
  26. Da ich so gerne singe, singe ich auch ganz selten mal auf der Straße vor mich hin.
  27. Mit 16 Jahren war ich in Goethe verliebt und habe mir vorgestellt, wie ich mit ihm im Ilm-Park spazieren gehe.
  28. Ich liebe den Geruch von frischem Holz. Weil mein Vater als Forstingenieur mit mir viel im Wald war und wir bei unseren Umzügen in meiner Kindheit immer herrlich frische Kiefernholzkisten hatten.
  29. Als Jugendliche habe ich ein paar Wochen die Kunstsprache Esperanto gelernt; ich kam bis Lektion 3 ;-).
  30. Meine Jugendweihe  ca. 1983 war richtig toll: mit roten Samtvorhängen im stilvollen Audimax der Pädagogischen Hochschule Erfurt, hinterher haben wir mit ein paar Familien im Lokal gefeiert, das Büffet wurde auf Spiegelglas serviert, das war der Hammer!
  31. ICH HASSE STAUBSAUGEN!
  32. Ich koche gerne und habe mit Anfang 20 schonmal ein Essen flambiert, so dass unser Gast hinterher rechtschaffen beschwipst war.
  33. Ich liebe Bibliotheken. Als Kind und Jugendliche war ich in mindestens fünf Bibliotheken in Erfurt angemeldet. Auch in jedem Urlaubsort in der DDR ist mein Vater mit mir zur örtlichen Bücherei marschiert und wir haben uns dort angemeldet, um für die zwei Wochen lesetechnisch nicht auf dem Trockenen sitzen zu müssen. Anscheinend fiel uns nicht ein, Bücher von zu Hause mitzunehmen.
  34. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal Kraftsport lieben würde. Aber seit etlichen Jahren gehe ich regelmäßig, naja ok, faast regelmäßig, ins Fitness-Studio. Man muss halt was tun. Rentiert sich aber auch.
  35. Ich liebe Käsebrot. Brot liebe ich sowieso, ich könnte fast zu jeder Mahlzeit Brot essen. Und einfach nur mit einer Scheibe Käse drauf, da bin ich glücklich.
  36. Inzwischen bin ich in einem Alter, in dem ich Musik meiner Eltern zu mögen beginne (Udo Jürgens, Mireille Matheiu) oder freiwillig sonderbare Sender höre.
  37. Meine absolute Lieblingsband ist die DDR-Band Silly. Ihre Sängerin Tamara Danz ist bis heute meine große, wunderbare Heldin. Als sie 1996 an Brustkrebs verstorben ist, hat wenigstens auch das ZDF berichtet und ich habe geheult. Die Band gibt es bis heute. Sie hatte auch schon zu „Ost-Zeiten“ eine herausragende Rolle nicht nur in der DDR, sondern im ganzen Ostblick gespielt und war auch in der BRD bekannt.
  38. Ich steh auf gute Manieren und schätze es sehr, wenn mir ein Mann die Tür aufhält, in den Mantel hilft oder sich erst setzt, wenn ich sitze. Ich finde, das gehört sich so und schließt für mich gleichberechtigtes Handeln der Geschlechter in keiner Weise aus. Denn:
  39. Von Jugend an bin ich Feministin. Eigentlich sollte jede/r Feminist:in sein, weil es um Menschenrechte geht und jeder Mensch und die Gesellschaft allgemein davon profitiert, wenn wir es hinbekommen, diese patriarchal geprägte Welt für alle Geschlechter gerechter zu gestalten.
  40. Mit meinem Chor bin ich für ein Lied in einer Dreierformation vor fast 2.000 Zuhörenden in der Meistersingerhalle Nürnberg aufgetreten. Wir sangen die Brautjungfern aus Webers „Der Freischütz“.
  41. Ich bin gar nicht so verrückt nach Strand wie viele andere. Berge mag ich lieber.
  42. Als Kind habe ich gerne „Nachrichtensprecherin“ gespielt. Ich habe schon immer Vorlesen geliebt und habe meinen Eltern dann gerne aus der Zeitung vorgelesen.
  43. Ich war Komparsin im ZDF-Film „Die Erntehelferin“ mit Christine Neubauer von 2007. Drehort des Nachkriegsdramas war in und um das Schloss Greifenstein bei Heiligenstadt in Oberfranken. Als man in der Zeitung dafür Komparsen suchte, hatte ich mich gemeldet, denn das war für mich gut erreichbar, und wurde auch angenommen. Als Krankenschwester durfte ich sogar einen ganzen Satz an den männlichen Hauptdarsteller Götz Otto richten (;-)), als er auf dem Schwarzmarkt nach Penicillin suchte (ab Min 1:09:30). Es war faszinierend zu erleben, welch enormer Aufwand hinter so einem Film steckt. Für 10 Minuten Dreh braucht es Stunden über Stunden. Wir warteten den ganzen Tag lang auf einen Einsatz, der nur wenige Minuten im Film ausmacht. Wir wurden in einer großen Scheune in Heiligenstadt mit teilweise Originalkleidung aus der Zeit von 1947 ausgestattet. Dort befanden sich meterweise vollgefüllte Kleiderstangen, mehrere Schneiderinnen waren mit ihren Maschinen für Anpassungen bereit und Waschmaschinen liefen im Dauerbetrieb. Der ganze Ort wurde für den Durchgangsverkehr gesperrt, gesichtert durch die Feuerwehr.
  44. Ich mag Kart-Fahren gerne. Bin zwar hinterher etwas durch den Wind, aber ich hatte ein tolles Erlebnis.
  45. Ich liebe es, Bäume zu umarmen! Die Rinde zu fühlen, den Geruch, die Ruhe des Baumes zu fühlen, finde ich unglaublich erdend.
  46. Bis zu zwanzig Prozent der Bevölkerung sollen zu den hochsensiblen Personen gehören. Ich bin eine davon. Das bedeutet, dass ich sehr geräuschempfindlich bin, Sinnesreize sehr intensiv erlebe und mehr Ruhe brauche und gerne für mich alleine bin. Trotzdem liebe ich es, im Club zu tanzen oder mit Freunden zu diskutieren. Hab ja danach wieder Zeit für mich.
  47. Ich liebe Schreibwaren, besondere Papiere und schöne Notizbücher. Schon mein Vater hatte eine Vorliebe dafür und ich habe als Kind in seinen Papier- und Stiftevorräten gekramt.
  48. Ich habe schon die schrägsten Jobs gemacht: gelötet, gekellnert, Frühstücksdienst im Hotel, als Inventurzählerin die Tütensuppen im Supermarkt oder die Schraubenpackungen im Baumarkt gezählt, als Garderobenfrau gearbeitet …
  49. Ich habe Beiträge für einen Ratgeber der Stiftung Warentest für Angehörige von demenzkranken Menschen geschrieben.
  50. Als freie Journalistin habe ich so manche wunderbare Reportage-Erlebnisse gehabt: so war ich mit Höhlenforscher:innen in ein paar Höhlen – Franken hat ja bundesweit besonders viele -, habe über ein Eselrennen geschrieben, lag auf einer Klangliege, durfte ein Whisky-Tasting mitmachen, bin durchs Gelände gestolpert auf der Suche nach Wegmarken und Sühnekreuzen oder durfte ein paar besondere Interview führen. Besonders verrückt war eines mit dem Künstler Ottmar Hörl, der damals Präsident der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg war. Das Interview schwankte ständig zwischen Genialität und Absurdität.
  51. Ich habe 2019 einen Reiseführer für Nürnberg und Umgebung geschrieben; die Arbeit dafür hat mir große Freude gemacht!
  52. Als Seniorenbegleiterin habe ich die interessantesten Menschen kennengelernt: eine ehemalige Sängerin, einen Frauenarzt, eine Unternehmerin, eine quirlige Putzfrau, eine Hundefrisörin, eine Tennisspielerin, eine Lehrerin …Mit ihnen habe ich eingekauft, habe für sie geputzt, ihnen vorgelesen, Fotoalben angeschaut, sie zum Arzt oder der Fußpflege begleitet, bin mit ihnen spazierengegangen, Kaffeetrinken oder zur Frisörin begleitet, zum Hörgeräte-Laden. Von den Lebenswegen dieser faszinierenden Menschen zu erfahren, sie in ihrer Lebensleistung zu bestärken und bei niedergeschlagener Stimmung wieder aufzubauen, war eine Arbeit, die mich sehr erfüllt hatte.
  53. Ab und an schreibe ich Gedichte, wenn ich etwas Besonderes empfinde, einen bestimmten Moment einfangen will. Ich brauche dazu, dass mein „poetischer Muskel anspringt“, denn ich versuche, den sprachlichen Ausdruck zu finden, der mein Gefühl am besten beschreibt.
  54. Weil ich ständig meine Bananen braun werden lasse, backe ich regelmäßig Bananenkuchen.
  55. Mal sehen, was noch alles so dazukommen wird…

 

Eines meiner aktuellen Lieblingsfotos ist das hier:

 

Hier bin ich beim Wandern und stehe gerade unterm Tor der Willibaldsburg, die hoch über Eichstätt thront. (Foto: privat)

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